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Beamte der Finanzverwaltung

Verantwortungsvoller Job mit Möglichkeiten

Im Dienst der öffentlichen Haushalte

Wie alle Beamten beginnen Sie Ihre Laufbahn mit dem Vorbereitungsdienst (Beamte auf Widerruf). Die Ausbildung ist zweigeteilt: die Fachstudien finden an der Fachhochschule, die Berufspraktika in den jeweiligen Ausbildungsbehörden statt. Insgesamt dauert Ihr Vorbereitungsdienst je nach Schulabschluss und gewählter Fachrichtung bis zu 36 Monate.

Allein in Hessen gibt es 47 Finanzämter, in denen Sie sich um die finanziellen Angelegenheiten von Staat und Bürger kümmern. Von der Einkommenssteuer bis zur Körperschaftssteuer geht es dabei oft um hohe Summen und Fehler bei der Erhebung oder der Veranlagung werden nicht toleriert. 

Entsprechend wichtig ist eine maßgeschneiderte Absicherung, um sowohl im Vorbereitungsdienst als auch in der Zeit als Beamter auf Probe- udn Lebzeit gegen alles gewappnet zu sein.

Unsere Versicherungsleistungen im Überblick

Das System der Beihilfe gilt auch bei Beamten der Finanzverwaltung. Es besteht keine Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung. Die Krankheitskosten übernimmt Ihr Dienstherr in Höhe Ihres persönlichen Beihilfesatzes. 
Verbleibende Restkosten müssen Sie über eine Krankenversicherung abdecken. Diese sollte optimal auf die hessische Beihilfeverordnung abgestimmt sein. 

Private Krankenversicherung für Beihilfeberechtigte

Das beamtenspezifische Krankenversicherungssystem der Beihilfe gilt auch bei Beamten der Finanzverwaltung. Sie haben deswegen keine Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall- oder Arbeitslosenversicherung. Denn die Krankheitskosten übernimmt zu 50% Ihr Dienstherr über die Beihilfe. 

Für die anderen 50% müssen Sie selbst eine Krankenversicherung abschließen. Und die sollte am besten optimal auf die hessische Beihilfeordnung abgestimmt sein.

Ihre Altersvorsorge - mehr als die Grundversorgung

Als Beamter zahlen Sie nicht in die Rentenkasse ein. Die Höhe Ihrer Pension hängt von Ihren Dienstjahren und Ihrer Besoldungsgruppe vor dem Eintritt in den Ruhestand ab. Im Vergleich zu Angestellten sind Beamte in der Pension sehr gut aufgestellt. Trotzdem bleibt eine finanzielle Lücke von ca. 30% zu Ihrem letzten Einkommen. Um den Lebensstandard auch in der Pension aufrechtzuerhalten, ist eine private Vorsorge sinnvoll. 

Die Dienstunfähigkeit für Sie ein Muss

Als Finanzbeamte des Landes Hessen sind Sie mit wichtigen finanziellen Angelegenheiten des Landes und der Bürger*innen betraut. Entsprechend hoch ist der berufliche Druck. 

Laut Statistik wird jeder fünfte Beschäftige im Öffentlichen Dienst durch einen Unfall oder eine Krankheit berufsunfähig. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung im herkömmlichen Sinne ist für Beamte jedoch nicht ausreichend.

Als Beamter auf Widerruf oder Probe haben Sie in der Regel keinen Anspruch auf Versorgungsbezüge, wenn Sie vorzeitiig aus dem Dienst     wegen Vorliegen einer Allgemeinen Dienstunfähigkeit entlassen werden.
Beamte auf Lebenszeit haben  Anspruch auf  Versorgungsbezüge,  wenn diese wegen einer Allgemeinen Dienstunäfhigkeit vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden. Wichtig ist, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung eine Dienstunfähigkeitsklausel beinhaltet. Mit dieser erkennt der Versicherer das Vot um Ihres  Dienstherrn  an  und verzichtet  auf  eine  eigene  Prüfung im Leistungsfall. So erhalten Sie Ihre Versicherungsleistung deutlich einfacher und schneller, als bei einer normalen BU.

Amtshaftpflicht schützt vor finanziellen Folgen

Gerade als Finanzbeamter geht es oft um Fristen. Versäumnisse in diesem Bereich können zu hohen fiskalischen Schäden des Dienstherren führen und dieser nimmt Sie möglicherweise dafür in Regress.

Durch Abschluss einer Amtshaftpflicht schützen Sie sich (ähnlich wie bei einer Privathaftpflichtversicherung) nicht nur bei Schadenersatzansprüchen von Dritten. Sie prüft (notfalls auch vor Gericht), ob diese Ihnen gegenüber berechtigt sind.

Unfallversicherung: Sicherheit bei Freizeit und Sport

Als Beamter sind Sie nicht gesetzlich unfallversichert, da Sie nicht unter das Sozialgesetzbuch VII fallen. Für Sie gilt das Beamtenversorgungsgesetz oder die Heilverfahrensverordnung. Laut § 36 des BeamtVG gilt der Anspruch auf eine Unfallruhegehalt, wenn Sie aufgrund eines Dienstunfalls dienstunfähig werden. 

Die überwiegende Mehrheit der Unfälle geht jedoch auf Freizeitunfälle zurück, für die nach dem BeamtVG kein Anspruch gegenüber Ihrem Dienstherren besteht.